12.05.2015

Designforschungstag 2015

Driving the Change – der Wandel als Freund

Hamburg, 7. Mai 2015. Transformation – das Leitthema des diesjährigen Designforschungstages und die damit einhergehenden Fragen hinsichtlich der Wandlungsfähigkeit von Unternehmen hatte den Nerv der Zielgruppe getroffen. Rund einhundert Teilnehmer, vorrangig Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, Innovationsmanagement, Design sowie Forschung & Entwicklung waren mit dem Fazit des Tages zufrieden.

Grund hierfür war vor allem die Vielseitigkeit, mit der die Redner das Thema darstellten. Wie erkennt man den Bedarf für Transformation, wie antizipiert man Veränderungen? Wie gestaltet man den Transformationsprozess in Produkt, Verpackung und Marke aus? Welche Rolle spielt dabei die Designforschung für ein Unternehmen als ein lernendes System?

Dr. Stephan Langer, Senior Research Manager bei Bayer Consumer Care, berichtete, wie Aspirin von der Mono-Marke zum Markensystem entwickelt wurde. Hanswerner Dreissigacker, Head of Front Runner Apps Team bei SAP, wiederum zeigte auf, was die Implementierung von Design Thinking in der Unternehmenskultur bewegt hat.

Von ganz anderer Couleur die Beiträge von Jeremy Abbett und Dr. Dag Piper. Abbett als Creative Evangelist bei Google referierte über Design Fiction als Variante des Research und zeigte anhand diverser Beispiele auf, wie Entwicklungen von heute eigentlich jahrzehntealten Ideen entsprangen. Das Thema von Dag Piper, Global Head of Consumer Insights bei Mars Petcare, widmete sich den „vergessenen Dingen“ und dem Hang der Menschen zu Nostalgie.

Einen besonders offenen Einblick gewährte David Kuntzsch, Head of Marketing bei ERCO: In seinem Vortrag ließ er die Zuhörer teilhaben an dem radikalen Transformationsprozess des Unternehmens, der durch den Technologiewechsel zur LED ausgelöst wurde.

Christian Prill von Factor Design fasste als Mitinitiator des Designforschungstages zusammen, dass ein kleinliches Regelwerk zur Marke gestern war, heute aber viel mehr übergeordnete Prinzipien (beispielsweise heruntergebrochen auf Farbe, Schriftzug und Form) gefragt sind, weil nur so die benötigte Flexibilität in bewegten Märkten erreicht werden könne. Marken seien kein Abstraktum, sondern „soziale Bündnisse von Menschen um attraktive Angebote herum“.

Eberl Print unterstützte den Hamburger Designforschungstag auch im zweiten Jahr seines Bestehens mit der Herstellung einer 3D E-Einladung. „Inhaltsreichtum und Erfolg des Designforschungstages 2015 machen Lust auf mehr“, resümiert Geschäftsführer Ernst Gärtner.

 

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http://www.designforschungstag.de

Fotos: © mc markt-consult